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Dein Leasing-Servicepaket: bezahlt, aber oft nicht genutzt – wir haben unseren Leasing-Experten gefragt

Wer sein Rad über den Arbeitgeber least, zahlt mit der monatlichen Rate oft auch ein Servicepaket: Inspektionen, manchmal Verschleißreparaturen, teils sogar den Akku. Das Geld fließt jeden Monat über die Gehaltsumwandlung ab – ob du die Leistungen nutzt oder nicht. Wir sprechen unsere Leasingkunden regelmäßig darauf an – denn viele wissen gar nicht, dass in ihrem Paket noch Inspektionen offen sind, die am Vertragsende verfallen.

Wir haben mit Jochen gesprochen, der bei uns im Laden alle Leasingfragen betreut. Er weiß, was in den Paketen von JobRad und Bikeleasing steckt, welche Fristen gelten – und warum die letzten Monate vor Vertragsende die letzte Gelegenheit sind, noch offene Leistungen zu nutzen.

„Das Servicepaket ist bezahlt – man muss es nur nutzen“

Jochen: „Das erleben wir häufig: Viele Dienstradler kommen nur unregelmäßig oder gar nicht zur Inspektion. Erst wenn sie ihr Rad zurückgeben oder übernehmen wollen, fällt auf, dass noch Leistungen aus dem Inspektions- oder Verschleißpaket offen waren. Die Rate wurde drei Jahre lang abgebucht, genutzt wurde davon kaum etwas. Das ist ärgerlich, denn wer das empfohlene jährliche Inspektionsintervall einhält, kann die vorhandenen Budgets jedes Jahr prüfen lassen und gezielt einsetzen.“

Der Grund ist meistens simpel: Das Paket wird beim Vertragsabschluss gewählt, danach läuft es still im Hintergrund mit. Erinnerungs-Mails (wenn überhaupt) landen im Spam oder werden weggeklickt. Drei Jahre später steht die Übernahme an – und das Rad hat nie eine Werkstatt von innen gesehen.

Was bei JobRad im Paket steckt

Welche Servicepakete du bei JobRad wählen kannst, hängt vom Rahmenvertrag deines Arbeitgebers ab. Je nachdem, wie aktuell dieser Vertrag ist, stehen dir die aktuellen Pakete Basis, Komfort und Unlimited zur Verfügung – oder noch die älteren Pakete. Gebucht wird in jedem Fall nur beim Abschluss deines Leasingvertrags, nachträglich geht es nicht mehr.

JobRad-Servicepaket Basis deckt die jährliche Inspektion ab. Über die gesamte Laufzeit stehen dafür bei einem E-Bike 300 Euro zur Verfügung, beim normalen Fahrrad 270 Euro, beim (E-)Lastenrad 540 Euro. Teile und Reparaturen, die bei der Inspektion auffallen, zahlst du selbst.

JobRad-Servicepaket Komfort deckt neben der jährlichen Inspektion auch Verschleißreparaturen inklusive Ersatzteilen ab: Kette, Kassette, Bremsbeläge, Bremsscheiben, Reifen, Lager und einiges mehr. Der Gesamtrahmen liegt beim E-Bike bei 600 Euro, beim Fahrrad bei 500 Euro, beim Lastenrad bei 840 Euro. Er besteht aus zwei Töpfen: Beim E-Bike sind 300 Euro für die drei Jahresinspektionen vorgesehen – je eine pro Leasingjahr, die verfällt, wenn du sie nicht nutzt. Die übrigen 300 Euro stehen dir für Verschleißreparaturen frei über die gesamten drei Jahre zur Verfügung. (Nicht zu verwechseln mit der Komfort-Versicherung von Bikeleasing – die ist etwas ganz anderes, dazu gleich mehr.)

JobRad-Servicepaket Unlimited übernimmt Verschleißreparaturen ohne Obergrenze und deckt zusätzlich den Akku ab, wenn dessen Kapazität dauerhaft unter 50 Prozent der Herstellerangabe fällt.

Die Pakete kosten beim E-Bike 7,90 Euro (Basis), 12,90 Euro (Komfort) bzw. 19,90 Euro (Unlimited) netto im Monat. Die Servicerate läuft wie die Leasingrate über deine Gehaltsumwandlung – und damit ebenfalls mit Steuervorteil. Manche Arbeitgeber übernehmen sie sogar ganz.

Hat dein Arbeitgeber seinen Rahmenvertrag noch nicht aktualisiert, gelten – auch bei neuen Leasingverträgen – noch die älteren Pakete JobRad-Inspektion (eine Inspektion pro Vertragsjahr) und JobRad-FullService (Inspektion plus Verschleißreparaturen bis 500 Euro über die Laufzeit). Welches Paket du hast, siehst du in deinem Vertrag oder im meinJobRad-Portal.

Was bei Bikeleasing im Paket steckt

Der Grundaufbau ist bei beiden Anbietern gleich: Eine Versicherung ist immer dabei, Inspektion und Verschleiß kommen optional dazu. Bei JobRad ist das die JobRad-Vollkaskoversicherung inklusive Mobilitätsgarantie, bei Bikeleasing die Bikeleasing-Komfort-Versicherung, ebenfalls mit Mobilitätsgarantie. Beide greifen bei Schäden wie Diebstahl, Sturz oder Unfall – nicht bei normalem Verschleiß und nicht bei der Inspektion.

Der Unterschied liegt im Detail: Bei JobRad wählst du ein Paket – vom reinen Inspektionspaket (Basis) bis zu Inspektion plus Verschleiß (Komfort und Unlimited). Bei Bikeleasing sind Inspektion und Verschleiß zwei getrennte Bausteine, die beim Vertragsabschluss gewählt werden.

Für die regelmäßige Durchsicht gibt es das optionale Bikeleasing-Inspektionspaket. Wie viele Inspektionen darin stecken, richtet sich nach den Dienstradbedingungen bzw. dem Rahmenvertrag deines Arbeitgebers. Zu jedem Inspektionszeitraum bekommst du per E-Mail und im Bikeleasing-Portal einen Gutschein-Code, der nur einmal gilt. Den nennst du uns bei der Terminvereinbarung, damit wir die Inspektion direkt mit Bikeleasing abrechnen können.

Wer zusätzlich die optionale Bikeleasing-Verschleiß-Versicherung abgeschlossen hat, ist auch bei Verschleißteilen abgesichert – inklusive Akku. Bei Rädern, die ab dem 1. Februar 2026 übergeben wurden, gilt dafür über die gesamte Laufzeit eine Obergrenze in Höhe des Kaufpreises des Rades. Bei älteren Verträgen gibt es einen Höchstbetrag pro Leasingjahr (je nach Kaufpreis 200 bis 300 Euro netto) – und Achtung: Was davon nicht genutzt wird, verfällt mit Ablauf des jeweiligen Leistungszeitraums. Inspektionen selbst zahlt die Verschleiß-Versicherung nicht – dafür ist das Inspektionspaket da.

Der große Hebel: JobRad Unlimited und die Bikeleasing-Verschleiß-Versicherung

Wenn du eines dieser beiden Pakete hast, hast du den größten Vorteil im ganzen Leasing in der Hand – vorausgesetzt, du nutzt ihn auch. Beide decken nicht nur Kleinkram wie Bremsbeläge ab, sondern auch die richtig teuren Verschleißthemen.

Beim JobRad-Servicepaket Unlimited gibt es für Verschleißreparaturen keine Obergrenze. Auf der Verschleißteile-Liste stehen neben Kette, Kassette, Kettenblättern und Bremsen auch Naben, Tretlager, Federgabel und Dämpfer – und exklusiv in diesem Paket der Akku, sobald er dauerhaft unter 50 Prozent der vom Hersteller angegebenen Kapazität fällt.

Die Bikeleasing-Verschleiß-Versicherung deckt ebenfalls Akku, Antrieb, Bremsen und Reifen ab, dazu die Lager von Gabel, Dämpfer, Dropperpost, Lenkkopf und Naben inklusive Service. Bei Rädern, die seit dem 1. Februar 2026 übergeben wurden, reicht die Absicherung über die Laufzeit bis zur Höhe des Kaufpreises des Rades. Für einen Akku-Tausch verlangt die Versicherung ein Prüfattest des Herstellers.

Heißt konkret: Kompletter Antriebstausch, Fahrwerksservice an Gabel und Dämpfer oder ein müder Akku – das kann über diese Pakete laufen, statt nach der Übernahme aus deiner Tasche.

Zur Ehrlichkeit gehört dazu: Richtig auszahlen tun sich diese Pakete vor allem für Vielfahrer mit hoher Kilometerleistung und für hochwertige Räder mit teuren Komponenten. Wer sein Rad eher gelegentlich nutzt, schöpft den Umfang oft gar nicht aus. Wenn du gerade ein neues Leasingrad planst, lohnt es sich, das bei der Paketwahl ehrlich abzuschätzen.

Tipp von Jochen: „Wer Unlimited oder die Verschleiß-Versicherung hat, denkt oft nur an Bremsbeläge. Dabei laufen auch die großen Sachen darüber: ein kompletter Antrieb oder der Service an Federgabel und Dämpfer. Gerade bei E-MTBs kommt da schnell ein ordentlicher Betrag zusammen. Mein Rat: Kommt in den letzten Monaten vor Vertragsende noch einmal zum großen Check. Alles, was dann verschlissen ist, können wir – solange noch Budget vorhanden ist – über das Paket machen. Nach der Übernahme zahlst du es selbst.“

Wann verfällt was?

Hier liegt der Knackpunkt. Ein Servicepaket ist kein Sparbuch, auf dem sich Guthaben ansammelt.

Bei JobRad ist die Laufzeit in drei Jahresfenster eingeteilt: Monat 1 bis 12, Monat 13 bis 24 und Monat 25 bis 36. In jedem Fenster steht dir eine Inspektion zu. Laut JobRad-Merkblatt verfällt der Anspruch auf diese Inspektion, sobald das Fenster vorbei ist. JobRad erinnert dich vorher bis zu dreimal per Mail; ist das Fenster abgelaufen, lässt sich die Inspektion nicht ins nächste Jahr mitnehmen. Bei Komfort und Unlimited kommt noch etwas dazu: Wurde eine Inspektion ausgelassen, sind Verschleißreparaturen, die als Folge davon nötig werden, nicht mehr über das Budget gedeckt. Und mit dem Vertragsende endet jeder Anspruch – ein Restbudget wird nicht ausgezahlt.

Bei Bikeleasing ist jeder Inspektions-Code an einen festen Leistungszeitraum gebunden. Läuft er ab, verfällt die Inspektion. Bei älteren Verträgen mit Verschleiß-Versicherung gilt das auch für den jährlichen Höchstbetrag. Bis wann dein aktueller Code gilt, siehst du im Bikeleasing-Portal. Unser Rat: Behalte die Gültigkeit im Blick und plane den Termin rechtzeitig ein – nicht erst in den letzten Tagen.

  JobRad Bikeleasing
Inspektion 1 pro Vertragsjahr, festes Jahresfenster Anzahl laut Arbeitgeber, Code je Zeitraum
Nachholen möglich? Nein, Anspruch verfällt nach dem Fenster Nein, Code verfällt nach dem Leistungszeitraum
Verschleiß Komfort/Unlimited bis Vertragsende (optional) Verschleiß-Versicherung (optional)
Akku nur Unlimited (< 50 % Kapazität) Verschleiß-Versicherung (mit Hersteller-Attest)
Nachbuchen nicht möglich nicht möglich
Barauszahlung nicht möglich nicht möglich

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Kurz vor Vertragsende: die letzte Gelegenheit

Jeder Leistungszeitraum mit seiner Frist ist wichtig – das Vertragsende aber ist die letzte Gelegenheit, noch vorhandene Budgets einzusetzen. Die meisten Leasingverträge laufen 36 Monate. Danach gibst du das Rad entweder zurück oder übernimmst es zum Übernahmepreis, den dir der Anbieter anbietet. Die Dienstradanbieter melden sich in der Regel vorher per Mail – Bikeleasing nach eigener Aussage rund zwölf Wochen vor Vertragsende, mit der Aufforderung zur Rückgabe und meist auch mit einem Übernahmeangebot. Jetzt ist ein guter Moment, einen Werkstatttermin zu machen.

Wenn du das Rad übernehmen willst, kaufst du es in dem Zustand, in dem es ist. Alles, was dann verschlissen ist – Kette, Kassette, Bremsbeläge, Reifen –, zahlst du nach der Übernahme selbst. Mit dem Ende des Leasingvertrags endet auch das Servicepaket. Wer die letzte Inspektion und das Restbudget noch im Leasingzeitraum nutzt, übernimmt ein frisch gewartetes Rad statt einer Baustelle.

Und wenn du es danach weiter versichern willst: Mit dem Leasingende endet auch die Versicherung über den Leasinganbieter. Für eine Anschlussversicherung muss das Rad in der Regel vom Fachhändler geprüft werden – plane dafür etwas Vorlauf ein, gerade in der Saison. Bei uns geht das zum Beispiel mit der linexo-Wertgarantie, die sich für Leasingräder nur über den Fachhandel abschließen lässt. Am einfachsten verbindest du Prüfung und letzte Inspektion in einem Termin.

Wenn du das Rad zurückgeben willst, muss es in einem ordnungsgemäßen und betriebssicheren Zustand sein. Bikeleasing stellt klar, dass normale Gebrauchsspuren kein Problem sind, Schäden ohne Versicherungsschutz aber auf deine Kosten gehen. Prüf die genauen Rückgaberegeln deines Anbieters in deinem Überlassungsvertrag. Eine Inspektion kurz vor der Rückgabe zeigt dir rechtzeitig, ob etwas zu tun ist.

Jochen: „Wenn der Vertrag im Frühjahr ausläuft, am besten nicht bis März warten – dann ist die Werkstatt voll und die Wartezeiten sind lang. Lieber im Winter kommen, wenn wir Luft haben. Dann ist das Rad zum Saisonstart fit und das Paket ausgeschöpft.“

Worauf du achten solltest

Ein paar ehrliche Hinweise, damit dein Paket nicht ins Leere läuft:

  • Die Erstinspektion zählt nicht. JobRad schreibt auf seiner Service-Seite ausdrücklich, dass die Erstinspektion deines neuen Rads nicht Teil der Servicepakete ist. Die Jahresinspektionen aus dem Paket kommen also zusätzlich.
  • Anbieter und Paket kennen. Viele sagen einfach „Bike-Leasing“ – gemeint sein kann JobRad, Bikeleasing oder ein ganz anderer Anbieter. Schau vor dem Termin nach, über wen du least und was du gebucht hast.
  • Reparaturen außerhalb des Pakets zahlst du selbst. Beim reinen Inspektionspaket sind Ersatzteile und größere Arbeiten nicht enthalten. Wir sprechen das vorher mit dir ab.
  • Code bzw. Service-ID mitbringen. Ohne deine JobRad-Service-ID oder deinen Bikeleasing-Inspektions-Code können wir die Leistung nicht über den Anbieter abrechnen.
  • Nachbuchen ist nicht möglich. Pakete und Versicherungen werden beim Vertragsabschluss festgelegt. Wer gerade ein neues Leasingrad plant, sollte die Wahl bewusst treffen.

So läuft es bei uns

Buch dir einfach einen Termin über unsere Online-Werkstattannahme und gib bei der Buchung an, dass es ein Leasingrad ist. Bring zum Termin deine Service-ID (JobRad) bzw. deinen Inspektions-Code (Bikeleasing) mit. Wir checken das Rad nach der Inspektionsliste deines Anbieters durch, sagen dir vorab, was über das Paket läuft und was nicht, und rechnen direkt mit dem Leasinganbieter ab.

Übrigens: Dein Leasingrad muss nicht bei uns gekauft sein. Auch wenn du es woanders oder online bestellt hast, kannst du Inspektion und Verschleißreparaturen bei uns machen lassen.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

  1. Du zahlst das Servicepaket jeden Monat – egal, ob du es nutzt.
  2. Inspektionen sind an Zeitfenster gebunden. Bei JobRad verfällt jede Jahresinspektion nach ihrem Vertragsjahr, bei Bikeleasing nach dem jeweiligen Leistungszeitraum.
  3. Restbudget wird nicht ausgezahlt und endet mit dem Leasingvertrag.
  4. Unlimited oder Verschleiß-Versicherung? Dann aktiv nutzen – auch für Antrieb, Fahrwerk und Akku.
  5. Vor der Übernahme noch in die Werkstatt: Was du vorher über das Paket tauschen lässt, zahlst du danach nicht selbst.
  6. Vor der Rückgabe prüfen: Ein nicht betriebssicheres Rad kann dich Geld kosten.
  7. Service-ID oder Code mitbringen – sonst können wir nicht über den Anbieter abrechnen.

Unsicher, was in deinem Paket steckt?

Hinweis: Dieser Beitrag soll dir einen Überblick geben und gibt unseren aktuellen Informationsstand wieder (Oktober 2026). Die genau geltenden Bedingungen hängen von deinem Dienstradanbieter und dem Rahmenvertrag deines Arbeitgebers ab – maßgeblich sind deine Vertragsunterlagen. Im Zweifel frag direkt bei deinem Anbieter nach.

Schau in deinen Überlassungsvertrag oder ins Portal deines Anbieters – oder melde dich einfach bei uns: telefonisch unter 08381 5344 oder per Mail an leasing@cube-store-lindenberg.de. Jochen schaut mit dir gemeinsam nach, welche Leistungen noch offen sind und wann der richtige Zeitpunkt für den nächsten Termin ist. Alle Infos zum Dienstrad-Leasing bei uns findest du auf unserer Leasing-Seite.

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